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10. - 12. November 2020 // Nürnberg

BrauBeviale Newsroom

Getränketrends: Bier

Marktbericht

Der Weltbiermarkt wächst, Konsumenten entdecken alkoholfreie und -reduzierte Biere

Der weltweite Biermarkt bleibt kreativ. Dazu trägt die inzwischen nicht mehr wegzudenkende Craft-Bier-Bewegung, die sich von den USA aus ihren Weg in die ganze Welt gebahnt hat, entscheidend mit bei. Außerdem entdecken Konsumenten alkoholfreie und leicht alkoholhaltige Biere sowie Biermischgetränke immer mehr für sich. Was dem Trend hin zum gesunden Genuss zu verdanken ist.

Chinesischer Biermarkt weist die Richtung

Laut Plato Logic lag das Wachstum des Weltbiermarktes im vergangenen Jahr bei 1,4 Prozent. 2017 betrug es gerade einmal 0,4 Prozent. Das vergleichsweise deutlich positivere Ergebnis begründet das Marktforschungsinstitut damit, dass der chinesische Biermarkt und damit der größte Biermarkt der Welt seit 2013 erstmals wieder zugelegt hat. Zu den zehn größten Biernationen zählen gemäß Plato Logic der Rangfolge nach des Weiteren die USA, Brasilien, Deutschland, Mexiko, Russland, Japan, das Vereinigte Königreich, Vietnam und Spanien. Die sechs größten Biernationen vereinen, so der Marktforscher, mehr als 55 Prozent des globalen Bierkonsums auf sich und wuchsen 2018 gemeinsam um 0,8 Prozent.

Globaler Pro-Kopf-Verbrauch bei 26,1 Liter

Der globale Pro-Kopf-Konsum an Bier und alkoholfreiem Bier erreichte 2018 laut Plato Logic 26,1 Liter. Nach Regionen gegliedert führt nach wie vor Amerika mit 59,4 Liter/Kopf. Gefolgt von Europa (56,1 Liter), Asien/Pazifik (17,3 Liter) und Afrika/Mittlerer Osten (9,6 Liter). Auch innerhalb Europas tat sich bei den Spitzenpositionen wenig. Traditionell hat Tschechien hier mit großem Abstand die Nase vorne. Im Schnitt wurden dort im vergangenen Jahr 153,7 Liter Bier und alkoholfreies Bier getrunken, während es beim Zweitplatzierten Österreich mit 110,9 Liter/Kopf bereits deutlich weniger waren. Die weiteren Top-Plätze belegten Deutschland (108,0 Liter), Polen (100,7 Liter), Rumänien (95,5 Liter) und Kroatien (89,6 Liter).

Top-5-Brauereigruppen halten ca. 60 Prozent der Weltbierproduktion

Als größte Brauereigruppe weltweit agiert, so der Mitte 2019 präsentierte Barth-Bericht, AB InBev mit einem in 2018 realisierten Bierausstoß von 567 Millionen Hektoliter und einem Anteil an der Weltbierproduktion von 29,8 Prozent. Im Ranking folgen Heineken (233,8 Mio. hl), China Res. Snow Breweries (121,0 Millionen hl), Carlsberg (112,3 Mio. hl), und Molson Coors (96,6 Mio hl). Gemeinsam liegt der Anteil der Top-5-Brauereigruppen an der Weltbierproduktion bei 59,5 Prozent. Addiert man die Marktanteile der Top-10-Brauereigruppen, zu denen auch Tsingtao Brewery Group, Asahi, BGI/Groupe Castel, Yanjing und Efes zählen, beträgt deren Anteil an der Weltbierproduktion, verlautet der jüngste Barth-Bericht, 72,5 Prozent.

Kein Ende des Craft-Bier-Trends absehbar

In Anbetracht der genannten Zahlen kommen die Daten zu Craft-Bier zunächst einmal relativ unspektakulär daher. Global wurden Plato Logic zufolge im vergangenen Jahr mit einem Craft-Bier-Ausstoß von 74,1 Millionen Hektoliter gerade einmal 3,8 Prozent des Weltbierkonsums erreicht. Dennoch sind es die Craft-Biere, die den Biermarkt bunter machen. Johnny Forsyth, Associate Director Mintel Food & Drink: „Craft ist das neue ‚Premium‘ bei Bier. Und die Konsumenten zahlen für die handwerklich hergestellten Biere auch gerne etwas mehr. Craft-Bier stillt das Verlangen nach neuen Erfahrungen, ist aber dennoch von Tradition inspiriert und gibt Verbrauchern Zugang zu Bierstilen, die sie noch nie zuvor getrunken haben.“

Laut Bob Pease, Präsident und CEO der Brewers Association, taucht immer häufiger die Frage auf, ob in den USA, dem Land, in dem die Craft-Bier-Bewegung startete, nicht langsam ein Wendepunkt beim Craft-Bier-Konsum in Sicht sei. Pease dazu: „Es gibt keine Anzeichen für eine Abschwächung des Trends. Zwar wird es mit zunehmendem Wettbewerb schwieriger, aber die Nische auf dem Markt ist immer noch groß genug dafür, dass neue regional ausgerichtete kleine und unabhängige Brauereien entstehen und sich weiterentwickeln können.“ Die Zahlen geben Pease bislang Recht. Während das gesamte US-Biervolumen 2018 um ein Prozent sank, konnten die Craft-Brauereien, so die Brewers Association, im Land ein Plus von 4,0 Prozent realisieren und kamen mit 25,9 Millionen Barrels (30,4 Millionen Hektoliter) auf einen Mengenmarktanteil von 13,2 Prozent. Das in Dollar ausgedrückte Umsatzplus lag mit 7,0 Prozent erneut höher als die Absatzsteigerung. Der am Umsatz gemessene Marktanteil der US-Craft-Brauereien betrug im vergangenen Jahr 24,1 Prozent. Alles in allem agierten hier im letzten Jahr 7.346 Craft-Brauereien. Interessant: Die Abfüllung von Craft-Bier in die Dose nahm in den USA deutlich zu. 40,7 Prozent gingen bei der Verpackung 2018 auf ihr Konto (2017: 31,5 Prozent).

Nicht nur in den USA, auch weltweit ist man Craft-Bier mehr und mehr zugetan. Von Jahr zu Jahr steigen die Craft-Bier-Mengen auf sämtlichen Kontinenten. Die Treiber bleiben allerdings Amerika und Europa. Wobei Europa, das zeigen Forschungserkenntnisse einer Mintel-Studie aus 2018 zu Craft-Bier-Produktneueinführungen, mittlerweile innovativer agiert als Nordamerika. 2017, so Mintel, kamen 54,0 Prozent aller neuen Craft-Biere aus Europa und nur 19,0 Prozent aus Nordamerika.

Gesundheitsbewusstsein fördert alkoholfreien Bierkonsum

Ein weiterer Trend innerhalb der globalen Braubranche ist der hin zu alkoholfreien Bieren und Leichtbieren. Für 2018 berichtet Plato Logic hier über einen weltweiten Konsum von 43,96 Millionen Hektoliter. 2016 waren es noch 40 Millionen Hektoliter. Europa führt das Ranking mit 27,22 Millionen Hektoliter an. Gefolgt von Afrika/Mittlerer Osten (7,62 Millionen Hektoliter), Amerika (4,6 Millionen Hektoliter) und Asien/Pazifik (4,52 Millionen Hektoliter). Das international tätige Reputation Institute führte 2018 laut The Brewers of Europe eine Umfrage unter mehr als 10.000 volljährigen Europäern in zwölf Ländern durch. Sie ergab, dass fast die Hälfte der Befragten den mäßigen Alkoholkonsum zu einem Teil ihres Lebensstils oder ihrer Trinkkultur macht und die innovativen alkoholreduzierten und alkoholfreien Produkte der Brauereien schätzt.

Auch in Deutschland nimmt die Nachfrage nach Alkoholfreiem zu. Mittlerweile gibt es hier rund 500 verschiedene alkoholfreie Marken. Das Marktforschungsunternehmen IRi teilte mit, dass alkoholfreie Biere 2018 in Deutschland einen mengenmäßigen Marktanteil von 6,8 Prozent auf sich verbuchen konnten, Leichtbiere lagen bei 0,7 Prozent. Auch Biermix trinkt man inzwischen gerne alkoholfrei. 16,9 Prozent der Biermixgetränke gingen, so das IRi, 2018 in der alkoholfreien Variante an den Verbraucher.

Deutscher Biermarkt mit geringem Wachstum

Wie das Statistische Bundesamt verkündete, veräußerten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager 2018 insgesamt rund 94 Millionen Hektoliter Bier, wobei in diesen Zahlen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht enthalten sind. Der Bierabsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Millionen Hektoliter. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen 25 Jahre, geht die Tendenz allerdings eindeutig nach unten. 1993 beispielsweise lag der deutsche Bierabsatz noch bei 112,1 Millionen Hektoliter, 2009 war er bei 100 Millionen Hektoliter angelangt und in den letzten fünf Jahren pendelte er um die 95 Millionen Hektoliter.

Über die BrauBeviale

Die BrauBeviale ist eine der wichtigsten Investitionsgütermessen für die Getränkewirtschaft weltweit. Drei Tage lang präsentieren im Messezentrum Nürnberg internationale Aussteller ein umfassendes Angebot rund um die gesamte Prozesskette der Getränkeproduktion: Rohstoffe, Technologien, Komponenten, Verpackung und Marketing. Die Besucher kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft, sowie aus Handel und Gastronomie. Abgerundet wird das Fachangebot durch ein attraktives Rahmenprogramm, das Trendthemen der Branche aufgreift, vorstellt und diskutiert. Zentrales Thema: Die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche. Weitere Highlights: Das Forum BrauBeviale, die Craft Drinks Area sowie zahlreiche Themenpavillons. Die gewohnt familiäre Atmosphäre macht die BrauBeviale auch 2019 wieder zum „Stammtisch der Branche“. Ideeller Träger der BrauBeviale sind die Privaten Brauereien Bayern. Die BrauBeviale ist Mitglied der Beviale Family, dem globalen Netzwerk von Veranstaltungen rund um die Herstellung und Vermarktung von Getränken.

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