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10. - 12. November 2020 // Nürnberg

BrauBeviale Newsroom

Getränketrends: Wein, Schaumwein, Cider, Spirituosen

Marktbericht

Der globale Alkoholkonsum soll wachsen, Qualitätsgedanke im Vordergrund

Der weltweite Alkoholkonsum ist 2018 gemäß IWSR um 1,6 Prozent gesunken. Doch dieses Minus soll ein vorübergehendes sein. Für die nächsten fünf Jahre prognostiziert das Marktforschungsinstitut weiteres Wachstum und die Fortsetzung des Trends hin zu immer hochwertigeren alkoholischen Getränken.

Gin – der Renner

Das größte Plus innerhalb des alkoholischen Getränkemarkts verzeichnete Gin im vergangenen Jahr. Global wuchs die Spirituosenkategorie laut IWSR um 8,3 Prozent. Verkauft wurden mehr als 72 Millionen 9-l-Kästen. Allein in Großbritannien betrug das Wachstum 32,5 Prozent. 2023 soll ein globaler Gin-Absatz von 88,4 Millionen 9-l-Kästen erreicht werden. Als Key-Märkte gelten Großbritannien, Deutschland, Italien, Frankreich, aber auch die Philippinen, Südafrika, Uganda, Kanada, Australien und Brasilien. Wobei Brasilien mit einer Verdoppelung der Gin-Absätze in 2018 bereits als neuer „Gin-Hotspot“ gehandelt wird.

Trotz eines derzeit boomenden Gin-Marktes prognostiziert das Marktforschungsinstitut Mintel die Ablösung des Gin-Trends durch einen Wermut-Trend. Auch hier befeuern kleinere Craft-Marken das Wachstum. Ein Beispiel: Ein süßlicher Wermut, der aus Cascara hergestellt wird, einem Aufguss aus Kaffeekirschenschalen, die gemeinhin als Abfall gelten. So bedient der Wermut zusätzlich noch das Kriterium der Nachhaltigkeit.

Whisky, bald auch von KI erzeugt

Wachstumsstark zeigte sich laut IWSR im letzten Jahr auch die Spirituosenkategorie Whisky, die global um 7,0 Prozent zulegte. Bis 2023 wird hier ein jährliches durchschnittliches Plus von 5,7 Prozent erwartet. Kommt dieses wie geplant zum Tragen, werden 2023 etwa 580 Millionen 9-l-Kästen Whisky veräußert. Interessant: Derzeit entwickelt eine preisgekrönte schwedische Whiskybrennerei gemeinsam mit Microsoft und einem finnischen Technologieunternehmen den angeblich weltweit ersten von künstlicher Intelligenz generierten Whisky. Er soll ab Herbst 2019 verfügbar sein. Die Idee ist, dass der Whisky zwar von der KI erzeugt, jedoch trotzdem von einer Person kuratiert wird.

Mixgetränke wachsen, Wodka, Likör und Zuckerrohrschnaps verlieren

Weitere IWSR-Daten zeigen auf, dass auch der Konsum von alkoholischen Mixgetränken 2018 um 5,0 Prozent nach oben ging. Bis 2023 sieht das Marktforschungsinstitut den jährlichen Verbrauch in diesem Segment bei weltweit etwa 597 Millionen 9-l-Kästen. Dagegen verlieren Wodka, Liköre und Zuckerrohrschnaps in den nächsten Jahren voraussichtlich weiterhin an Akzeptanz.

Deutscher Spirituosenkonsum bei 5,4 Liter/Kopf

Auf dem deutschen Markt wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 2018 ca. 713 Millionen mit Spirituosen befüllte 0,7-l-Flaschen angeboten. Der Pro-Kopf-Konsum betrug 5,4 Liter. „Auch 2019 wird ein Trend zu starken deutschen Spirituosenmarken, zu Importprodukten sowie zu Craft-Spirituosen und generell zu Qualität erwartet“, so BSI-Präsident Thomas Ernst. Die größten Marktanteile verbuchten 2018 mengenmäßig klare Spirituosen (ca. 38,1 Prozent), Liköre (etwa 34,9 Prozent) und Weinbrände/Cognac (rund 9,5 Prozent) auf sich.

Ausgaben für Wein wachsen

Nach einem deutlichen Wachstum sank der weltweite Weinkonsum, der 2017 gemäß Deutschem Weininstitut (DWI) und der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) 244 Millionen Hektoliter erreichte, 2018 laut IWSR global um 1,6 Prozent. Vor allem, weil in Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland und China weniger Wein getrunken wurde. Zu erkennen ist auch im Weinsegment ein globaler Trend hin zu Qualität. Folglich ist künftig von weltweit wachsenden Ausgaben für Wein auszugehen. Statt 215,8 Milliarden Dollar in 2018 sollen es 2023 bereits 224,5 Milliarden Dollar sein. Noch dynamischer wird sich angeblich die Entwicklung im Bereich der Schaumweine gestalten. Hier ist die Rede davon, dass der Absatz bis 2023 weltweit jährlich um 1,17 Prozent zulegt, vor allem getrieben von Prosecco. Ein deutliches Plus sieht IWSR global auch im Bereich der alkoholfreien und leicht alkoholischen Weine.

Alkoholfreie Weine im Kommen?

Eine Studie zu Bekanntheitsgrad, tatsächlichem Konsum und dem zu erwartenden Potenzial für alkoholfreien Wein, führte erst kürzlich die deutsche Agentur Carta gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn und dem Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung durch. Sie bestätigte das Potenzial von alkoholfreiem Wein jedenfalls für den deutschen Markt. Ergebnisse lauteten hier unter anderem, dass 72,0 Prozent der befragten Teilnehmer bereits von alkoholfreiem Wein gehört und knapp 30,0 Prozent ihn bereits getrunken haben. Von den Befragten bewerteten 51,0 Prozent den Geschmack von alkoholfreiem Wein als sehr gut bis gut, 33,0 Prozent als mittelmäßig.

Deutschland trinkt „trocken“

Der deutsche Weinkonsum ging, so das DWI, 2018 von 20,9 auf 20,5 Liter pro Kopf zurück. 46,0 Prozent aller abgesetzten Weine waren im vergangenen Jahr weiß, 44,0 Prozent rot und 10,0 Prozent roséfarben. Der Anteil trockener Qualitäts- und Prädikatsweine lag bei 48,0 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Vorjahr. Bei Sekt sank der Pro-Kopf-Verbrauch um 0,2 Liter auf 3,3 Liter. Insgesamt gesehen konsumierten die Deutschen 2018 19,8 Millionen Hektoliter Wein und Sekt.

Cider noch überwiegend westeuropäisch

Immer noch größtenteils westeuropäisch gestaltet sich der Cider-Markt. Tatsache ist jedoch, dass der westeuropäische Cider-Anteil am Weltmarkt über die Jahre hinweg kontinuierlich abnahm. Lag er 2005 noch bei 79 Prozent, berichtet die European Cider and Fruit Wine Association (AICV) in ihrem Bericht „European Cider Trends 2018“ für das Jahr 2017 von einem 55,1-prozentigen Anteil. Afrika hielt am Cider-Weltmarkt 2017 13,3 Prozent, Nordamerika 10,9 Prozent, Australasien 7,8 Prozent, Osteuropa 7 Prozent, Lateinamerika 4,6 Prozent und Asien 1,2 Prozent. Insgesamt gesehen betrug der globale Cider-Absatz 2017 gemäß AICV ca. 2,6 Milliarden Liter. In Deutschland berichtet der Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie (VdFw), dass Apfelwein 2018 nach wie vor absatzstärkstes Branchenprodukt blieb und ein Plus von 9,3 Prozent auf sich verbuchen konnte. Der Inlandsabsatz stieg von 46,3 Millionen Liter auf 50,6 Millionen Liter.

Über die BrauBeviale

Die BrauBeviale ist eine der wichtigsten Investitionsgütermessen für die Getränkewirtschaft weltweit. Drei Tage lang präsentieren im Messezentrum Nürnberg internationale Aussteller ein umfassendes Angebot rund um die gesamte Prozesskette der Getränkeproduktion: Rohstoffe, Technologien, Komponenten, Verpackung und Marketing. Die Besucher kommen aus dem technischen und kaufmännischen Management der europäischen Getränkewirtschaft, sowie aus Handel und Gastronomie. Abgerundet wird das Fachangebot durch ein attraktives Rahmenprogramm, das Trendthemen der Branche aufgreift, vorstellt und diskutiert. Zentrales Thema: Die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche. Weitere Highlights: Das Forum BrauBeviale, die Craft Drinks Area sowie zahlreiche Themenpavillons. Die gewohnt familiäre Atmosphäre macht die BrauBeviale auch 2019 wieder zum „Stammtisch der Branche“. Ideeller Träger der BrauBeviale sind die Privaten Brauereien Bayern. Die BrauBeviale ist Mitglied der Beviale Family, dem globalen Netzwerk von Veranstaltungen rund um die Herstellung und Vermarktung von Getränken.

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